MentEd

Begriffsbestimmung

Mentalisieren in der Pädagogik bedeutet, die sozial-emotionale Entwicklung eines jungen Menschen aus dessen Perspektive zu betrachten, um pädagogische Interaktionen wie Erziehung, aber auch kognitive Lernprozesse über professionelle Haltungen und Interventionen daran auszurichten. Das Verhalten des Kindes bzw. von Gruppen wird über das Verstehen mentaler Zustände und empirisches Entwicklungswissen interpretiert. Diese Reflexionen sind für Pädagoginnen und Pädagogen handlungsleitend. Das bedeutet, dass Mentalisieren letztlich als Form der angemessenen Reaktion innerhalb pädagogischer Interaktion zu verstehen ist.

Es handelt sich um einen vielversprechenden pädagogischen Zugang, der den Fokus auf Emotionen, Verstehen und Beziehung bzw. Bindung legt. Die Mentalisierungstheorie steuert einen grundlegenden Beitrag zu einer zeitgemäßen reflexiven pädagogischen Beziehungstheorie bei. Sowohl für das kognitive Lernen, wie auch die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in pädagogischen Institutionen könnte sie wichtige Erkenntnisse liefern.

SO_BE_ME 11. & 12. Oktober 2019

So_Be_Me ist die Kurzform des Tagungstitels Soziales Lernen, Beziehung & Mentalisieren. Es soll die intersubjektive Entwicklung des Selbst in seinen sozialen Bezügen als zentrales Thema der Mentalisierungstheorie erörtert werden.

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